Aus dem Verband

Klimaschutz,
Kommunikation und Künstler


Wie können die von der Bundesregierung geforderten Klimaschutzziele im Verkehrsbereich erreicht werden? Das wird unter dem Leitgedanken „Deutschland Mobil 2030“ auf der VDV-Jahrestagung in Hannover diskutiert. Welche Lösungen die Branche schon jetzt anbietet, dürfte auch die Gäste aus der Verkehrspolitik interessieren.


Autonomes Fahren, alternative Antriebe sowie bereits existierende Lösungen für den ÖPNV und den Schienengüterverkehr: Im Jahr der Bundestagswahl hat die Verkehrsbranche einmal mehr allen Anlass, sich auf der VDV-Jahrestagung von ihrer innovativen und leistungsfähigen Seite zu zeigen. Auf der Rednerliste stehen neben Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auch sein niedersächsischer Amtskollege Olaf Lies sowie Wolfgang Bosbach, Mitglied des Bundestags und langjähriger Vorsitzender des Innenausschusses. Geplant ist, dass sich die politischen Gäste zeigen lassen, welche Möglichkeiten die digitale Vernetzung und der autonom fahrende ÖPNV auf der Straße schon jetzt bieten und in Zukunft noch eröffnen werden.

Weitere Infos zur Jahrestagung und zum Download der App gibt es unter:
www.vdv.de/jahrestagung.aspx

Ein reges Interesse, schon weit im Vorfeld der am 7. Juni beginnenden Jahrestagung, verzeichnet das Organisationsteam der beiden Gastgeber VDV und Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG. Letztere feiert in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag. „Unsere Branche trägt eine große Verantwortung für die Bewältigung von Zukunftsthemen, die die ganze Gesellschaft angehen“, schreiben Vorstandsvorsitzender André Neiß und Wilhelm Lindenberg, Vorstand Betrieb und Personal, in einem Grußwort an die Teilnehmer. Mit politischer Unterstützung werde die Branche diese Herausforderungen zum Wohl des Landes meistern, so die Vorstände weiter.
Am Veranstaltungsort Hannover Congress Centrum (HCC) wird es am 8. Juni neben dem verkehrspolitischen Hauptthema „Deutschland Mobil 2030“ in den einzelnen Foren um die digitale Vernetzung im ÖPNV, um den Beitrag des Eisenbahnverkehrs zur Verkehrswende sowie um die Herausforderungen bei der Kommunikation von Verkehrsprojekten gehen.

Für besonderes soziales Engagement im Verkehrsbereich wird auch in diesem Jahr der Preis „Talent im ÖPNV“ verliehen. Ausreichend Gelegenheit zum Austausch und Feiern wird es auf dem legeren Treffabend im VIP-Bereich der HDI-Arena – dem Stadion von Hannover 96 – sowie auf dem Festabend im Kuppelsaal des HCC geben. Im feierlich-­eleganten Rahmen zeigt das Varieté-Theater GOP Auszüge aus seinem Programm „Metropolitan“. Eigens für das Üstra-Jubiläum haben die Künstler eine Show mit Bezug zum Nahverkehr erarbeitet. Sie ist in der niedersächsischen Landeshauptstadt ab August für einige Wochen zu sehen.

Einmal mehr wird es nicht nur inhaltlich um Vernetzung gehen. Wie schon auf der Jubiläums-Jahrestagung im vergangenen Jahr in Dresden können die Teilnehmer wieder die Veranstaltungs-App auf ihr Smartphone, Tablet oder ihren Laptop laden. Die App bietet nicht nur die aktuelle Liste von Referenten und Programmpunkten, sondern informiert auch über Räume und Veranstaltungsorte. „Nutzen Sie die App, um auch auf diesem Weg miteinander in Kontakt zu kommen und sich untereinander zu vernetzen“, appelliert Lars Wagner, Leiter Kommunikation beim VDV, an die Teilnehmer. Zudem besteht über die App die Möglichkeit, sich mit Fragen und Kommentaren an den Diskussionen zu beteiligen.

Der „Coradia iLint“ (Foto) fährt emissionsfrei mit Brennstoffzellenantrieb
und ist auf einer Fachbesichtigung zu sehen.

Foto: Alstom 

Die Tagung endet am Freitag, 9. Juni, mit Fachbesichtigungen. Demonstriert werden der Betrieb mit E-Bussen auf der Erlebnislinie 100/200, ein Fahrer-Assistenzsystem zur Kollisionsvermeidung sowie der Nahverkehrstriebwagen „Coradia iLint“, der emissionsfrei mit Brennstoffzellenantrieb fährt.

Hier geht es zur Browser-Version der mobilen App:
www.vdv.de/jahrestagung--mobile-app.aspx


Üstra feiert 125-jähriges Bestehen

Mit ihren Bussen und Bahnen befördert die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe AG jährlich 176 Millionen Fahrgäste. In der niedersächsischen Landeshauptstadt ist die Zufriedenheit mit dem örtlichen Verkehrsunternehmen groß. Im aktuellen Kundenbarometer geben die Fahrgäste die Note „sehr gut“. Bis 2038 läuft der Dienstleistungsauftrag, der die Üstra mit dem Betrieb der Busse und Stadtbahnen betraut. Das Unternehmen arbeitet verstärkt daran, die Mobilität im Großraum Hannover immer enger multimodal zu vernetzen und auf besonders umweltfreundliche Antriebe zu setzen. Zu mehr als 50 Prozent besteht die Busflotte aus Hybridfahrzeugen. Ziel ist es, die Flotte auf Elektroantrieb umzustellen. Dafür testet die Üstra seit vergangenem Jahr E-Busse im Regelbetrieb. Das Verkehrsunternehmen betreibt seine Stadtbahnflotte aus 302 Wagen schon seit 2015 mit emissionsfrei produziertem Strom.

Foto: Üstra
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