#25.08.2019 08:1025. August 201920190825081018Sun, 25 Aug 2019 06:10:18 GMT08:1034SonntagAugusthttpswww.vdv-dasmagazin.de/story_04_nachhaltigkeit_2.aspx/CCBot/2.0 (https://commoncrawl.org/faq/)3.83.192.109829ctl01#
8295story_04_nachhaltigkeit_2.aspx24.07.2019 15:12Lars Haberl (L.HABERL)824\1\2\4\218\824--01.01.0001 00:00:0016.08.2019 13:22Artur Lajewski (SUPPORT)-10016.08.2019 11:22:1116.08.2019 13:22Artur Lajewski (SUPPORT)story_04_nachhaltigkeit_2-13\829\3story_04_nachhaltigkeit_2Jedes Jahr ersparen Busse, Bahnen und Güterzüge der Atmosphäre 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Und es gibt noch viel mehr Beispiele für die Nachhaltigkeit der Verkehrsunternehmen.FalseTrue25.08.2019 08:1025. August 201920190825081017Sun, 25 Aug 2019 06:10:17 GMT08:1034SonntagAugusthttpswww.vdv-dasmagazin.de/story_04_nachhaltigkeit_2.aspx/CCBot/2.0 (https://commoncrawl.org/faq/)
Aus dem Verband

Vielseitig nachhaltig

Jedes Jahr ersparen Busse, Bahnen und Güterzüge der Atmosphäre 15 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Und es gibt noch viel mehr Beispiele für die Nachhaltigkeit der Verkehrsunternehmen.


Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als zehn Milliarden Fahrgäste nutzen in Deutschland jedes Jahr Busse und Bahnen – etwa 30 Millionen Menschen pro Tag. Tendenz steigend. Auf der Schiene befördern die Mitgliedsunternehmen des VDV jährlich 600 Millionen Tonnen Güter. „Wir bewegen viel“ lautet dementsprechend der Titel einer neuen Broschüre, die anhand von mehr als zwei Dutzend Beispielen darstellt, wie Verkehrsunternehmen die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung unterstützen.

Von den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen – den Sustainable Development Goals (SDG) – sind neun für die Verkehrsunternehmen besonders wichtig. Im Sinne der Agenda 2030 haben sie in der Vergangenheit wichtige Beiträge dazu geleistet, diese Ziele zu erreichen. „Wir sehen uns in der gesellschaftlichen und unternehmerischen Verantwortung, die Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen – und das über die gesamte Bandbreite der für uns relevanten neun SDGs“, erläutert Gerrit Poel, der beim VDV Nachhaltigkeitsfragen koordiniert. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz (SDG 13): In der Verkehrsbranche haben beispielsweise auch die Gleichberechtigung (SDG 5) und der verantwortungsvolle Konsum (SDG 12) einen hohen Stellenwert.

Zu diesen und weiteren Bereichen der Nachhaltigkeit stellt die Broschüre konkrete Maßnahmen vor, die die Unternehmen in die Tat umsetzen. Dabei geht es unter anderem um gesundes Arbeiten, die Ausbildung Geflüchteter, Weiterbildung, nachhaltige Stadtentwicklung und um technische Innovationen.

Die neue Nachhaltigkeitsbroschüre kann von der VDV-Webseite heruntergeladen werden unter: www.vdv.de/zeitschriften-broschueren.aspx

Drei
Fragen an

„VDV Das Magazin“ sprach mit Prof. Dr. Günther Bachmann (Foto), Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, darüber, welchen Beitrag die Verkehrsunternehmen leisten können, um die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu erreichen.

Warum ist es gerade jetzt so wichtig, sich für das Erreichen der SDGs einzusetzen?
» Prof. Dr. Günther Bachmann: Die Menschen wollen eine Vorstellung haben, wie es mit ihrem Leben und dem ihrer Enkel weitergeht. Dabei ist Nachhaltigkeit der gemeinsame Nenner, der neben der Umwelt alle Lebensbereiche abdeckt – beispielsweise auch Bildung, gesunde Arbeit, Infrastruktur und die Entwicklung der Städte.

Reicht das Engagement der Verkehrsunternehmen, die SDGs zu erreichen, Ihrer Meinung nach aus?
» Die klimaneutrale Stadt der Zukunft wird ein Mehr an Mobilität benötigen. Diese zu organisieren, sehe ich als leitende Aufgabe der öffentlichen Unternehmen. Ich nenne das eine Regiefunktion. Die Verkehrsunternehmen sollten sie von der Politik einfordern. Ich glaube, dass die große Bedeutung, die die Verkehrsunternehmen für den Klimaschutz haben, derzeit sogar noch unterschätzt wird. Mit ihren Angeboten können sie erheblich zur CO2-Einsparung beitragen.

Was muss darüber hinaus passieren?
» Ähnlich wie wir es derzeit in der Automobilindustrie sehen, die an der flächendeckenden Einführung der Elektromobilität arbeitet, brauchen auch die Verkehrsunternehmen eine Modernisierungswelle. Das geht definitiv zu langsam. Dabei sollten sich die öffentlichen Unternehmen stärker als Vordenker profilieren. Verkehrsunternehmen sollten sich stärker als Hightech-Unternehmen sehen. Die Mobilität der Zukunft ist anspruchsvoller, als es sich anhört, Menschen von A nach B zu bringen. Es geht um Daseinsvorsorge und Mobilitätskultur auch im ländlichen Raum, zum Beispiel mit Schulen, Sportvereinen und Kulturanbietern. Über die eigenen Anstrengungen beim Thema Nachhaltigkeit sollten die Verkehrsunternehmen ruhig intensiver berichten.

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